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Was ist Freimaurerei?
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Im Arbeitsteppich von Josef Albert Benkert sind die wichtigsten Symbole der Freimaurerei vereint: Der Zirkel als ein Symbol der allumfassenden Menschenliebe, ein Symbol des Himmels. Der Winkel ist das Symbol für das gesetzmäßige (rechtwinklige) Handeln des Menschen, ein Symbol des Irdischen. Die Bibel (hier nicht abgebildet) steht für das Buch des „Heiligen Gesetzes“, für das Ordnungsprinzip. Winkelmaß und Zirkel in vereinigter Form sind ein Symbol für die Vereinigung von Himmel und Erde, von Geist und Materie.

Freimaurerei ist keine Religion. Sie verweist aber den Einzelnen auf seine eigene individuelle Glaubensüberzeugung und Spiritualität. Dies wird bereits deutlich in den „Alten Pflichten“ von 1723. Diese beginnen mit dem ersten Kapitel „Von Gott und der Religion“:

„Der Maurer ist als Maurer verpflichtet, dem Sittengesetz zu gehorchen; und wenn er die Kunst recht versteht, wird er weder ein engstirniger Gottesleugner, noch ein bindungsloser Freigeist sein.“

In diesem Zusammenhang entstand das Symbol des „Allmächtigen Baumeisters aller Welten“, das dem Einzelnen keine Bindung an eine bestimmte Religion vorschreibt.

 

Arbeitsteppich von Br.: Josef Albert Benkert. Der Arbeitsteppich vereint die wichtigsten Symbole der Freimaurerei.

Der rauhe Stein symbolisiert den unvollkommenen Menschen, der an sich arbeitet, bis er zum vollkommenen Stein wird und seinen Platz im großen Bau findet. Der vollkommene Stein ist allerdings ein Idealzustand, den man schwerlich erreichen wird. Der Spitzhammer ist das Werkzeug der Lehrlinge, die damit symbolisch den rauhen Stein bearbeiten, um die Ecken und Kanten abzuschlagen.


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